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By Holger Melms Share Alike
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Öksfjord |
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Öksfjord, die “Hauptstadt” der Kommune Loppa, hatte ich seit einem Stopp im Juli 2003 als das absolute Trauernest* in Erinnerung. Ich wusste also, dass ich nicht viel zu erwarten hatte, wollte dort einfach ein oder zwei Tage in der Abgeschiedenheit, aber auch im Schutz eines sicheren Hafens verbringen.
Es kam ganz anders.
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*Die geographischen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Entwicklung der Gemeinde sind denkbar ungünstig.
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Der T-förmige Schwimmsteg war noch vorhanden, allerdings hatte man die Außenseite des “T” mit Schwimmauslegern gespickt, so dass es praktisch keinen Gästeplatz mehr gab. Auch nicht wie sonst üblich mittschiffs an der Stirnseite (x) des Querstegs, weil der Bug der PHINE dann an das hinterste Boot des Hauptstegs stoßen würde, bzw. dessen Ein- und Ausfahrt blockieren würde.
Bei ruhigem Wetter konnte ich mir dann aber einen Liegeplatz “basteln”, so dass PHINE nicht Gefahr lief, sich den Rumpf an der vorspringenden Ecke (weiße Linie) zu beschädigen.
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In den Hafen läuft von “rückwärts” schon bei wenig Wind Schwell, den man mit einer Reihe von Reifen(schwarze Linie im Bild) wenig erfolgreich zu dämpfen versucht.
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Mein größtes Interesse war, einen WLAN-Zugang zu finden, denn ich wusste das Öksfjord im Gegensatz zu Bergsfjord an das Breitbandnetz angechlossen ist. Das einzige Hotel am Ort - ein lustlos betriebener Betonklotz mit unglaublichen Preisen (825 NOK Einzelzimmer mit Frühstück, ca. 100 Euro) - ziehe ich nicht einmal in Betracht.
Eventuell die Bibliothek? Ich habe Glück, sie hat an diesem Montag von 17 bis 20 Uhr geöffnet und bietet jeden Montag Kaffee und Tee an. Die Idee ist mir sympathisch, am bemüht sich hier um ein wenig Geselligkeit. Dort gibt es leider nur wenig Informationen zur Insel Loppa (mein zweites Interesse), aber eine Reihe anderer interessanter Bücher und einen traditionellen Internet-Anschluss. Bei maximal 800 Bewohnern und wenigen Durchreisenden verständlicherweise kein WLAN.
Die Bibliothek ist noch Dienstag und Mittwoch geöffnet. Ich will am nächsten Tag noch einige Seiten kopieren. Dazu werde ich nicht kommen, denn es folgt unvorhersehbar, was ich unter Arctic Gemini beschreibe.
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*in Nordnorwegen fällt der Vergleich zwischen Begegnungen mit Einheimischen und Osloern besonders deutlich und oft zu Ungunsten der Hauptstädter aus.
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Grandiose Vergangenheit - ungewisse Zukunft - dümmlicher Superlativ
An dieser Stelle stand der wichtigste Arbeitgeber des Ortes, eine Sildoljefabrik (Heringsöl). 1944 von den deutschen Besatzern zerstört, nach Kriegsende wieder aufgebaut, schließlich bankrott. Jetzt will man hier “die nördlichste Fischfutterfabrik der Welt” (verdens nordligaste fiskeforfabrik) errichten. Mir würde es genügen, wenn hier die modernste, oder einfach nur eine moderne Fabrik ihre - auch in der Zukunft gesicherte - Produktion aufnehmen würde.
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... to be continued ...
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Zuletzt bearbeitet / korrigiert / erweitert / Verweise (links) getestet am: 1. November 2006
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(Last upload)
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